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EUR/USD - Das Warten auf Bernanke
EUR/USD konnte sich am gestrigen Handelstag über 1,27 etablieren und erreichte ein Hoch bei 1,2764. Erfreuliche Daten kamen vom US-Arbeitsmarkt. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind mit 473.000 veröffentlicht worden, Analysten hatten in ihrer Konsensschätzung mit 491.000 nach zuletzt revidierten 504.000 gerechnet. Auch die Zahl der registrierten Arbeitslosen konnte positiv überraschen und unterbot mit 4,456 Mio. die Konsensschätzung von 4,5 Mio. Die letzte Veröffentlichung wurde auf 4,518 Mio. revidiert. Im frühen europäischen Handel konnten auch die Zahlen zum GfK-Verbrauchervertrauen positiv überraschen. Es wurde ein Wert von 4,1 gemeldet, nachdem zuletzt revidierte 4,0 Punkte veröffentlicht wurden.
Der Euro zeigt sich am Freitagmorgen beim Übergang in den europäisch geprägten Handel kaum verändert zum Dollar. Die Gemeinschaftswährung notiert unter der Marke von 1,2730 USD. Die Rede von US-Notenbankpräsident Ben Bernanke sowie anstehende Konjunkturveröffentlichungen sorgen für eine abwartende Haltung im Forex Handel. Am Abend wird der Chef der Federal Reserve seine mit Spannung erwartete Rede auf dem Notenbankertreffen in Jackson Hole halten. Er wird eine konjunkturelle Bestandsaufnahme geben. Zudem hofft der Markt, dass er Hinweise darauf liefern wird, ob das Quantitative Easing noch ausgebaut wird. Zuvor stehen die Zweitveröffentlichungen von US-BIP am Nachmittag und britischem BIP am Vormittag an. Beim US-BIP erwarten von Dow Jones befragte Volkswirte eine Abwärtsrevision für das vergangene Quartal auf annualisiert plus 1,3%. In der ersten Veröffentlichung hatte das Wirtschaftswachstum noch bei 2,4% gelegen.
Der Euro hat es gestern nicht geschafft, den derzeitigen Abwärtstrend zu durchbrechen. Der Markt wird derzeit von der Risikoneigung beeinflusst. Wird die weltweite Konjunktur als kritisch eingeschätzt, folgt unmittelbar die Flucht in sichere Häfen. Das heute anstehende Bruttoinlandsprodukt der USA birgt einiges an Enttäuschungspotential, was die Diskussion um ein Abgleiten der US-Konjunktur in ein Double-Dip erneut entfachen könnte. Auch die Rede von Ben Bernanke könnte für weitere Belastung sorgen. Sein Ausblick zur aktuellen US-Konjunkturlage wird als wenig optimistisch eingeschätzt, was die Risikoaversion wieder steigen ließe.
Tagesausblick EUR/USD: Enttäuschende US-Zahlen und konjunkturkritische Äußerungen von Zentralbankern dürften den Euro per saldo belasten. Auch technisch bleibt der Markt trotz der jüngsten Erholungstendenzenangeschlagen. Stochastic und MACD sind auf Tagesbasis weiterhin abwärts gerichtet. Ungeachtet der überverkauften Marktlage gibt es aber keine Hinweise auf eine Wende zum Besseren. Sollte EUR/USD 1,2649 USD und damit unter den kurzfristigen Aufwärtstrend abfallen, droht eine direkte Verlaufswelle gen 1,2467 USD.
Termine:
14:30 USD - US: BIP 2. Quartal (2. Schätzung)
15:55 USD - US: Verbraucherstimmung Uni Michigan August (endgültig)
16:00 USD - US: Rede von Fed-Chef Bernanke in Jackson Hole
21:30 USD - Commitment of Traders
Euro über 1.27 USD
Der Mittwoch war für EUR/USD erneut ein sehr volatiler Tag. Das Währungspaar konnte ein Hoch bei 1,2725 erreichen, fiel im weiteren Handelsverlauf aber wieder bis 1,2608 im Tief. Zunächst war es ein guter ifo-Geschäftsklimaindex, der sowohl die Aktienmärkte als auch den Euro beflügelte, doch die Ernüchterung ließ nicht lange auf sich warten und wurde in Form der US-Neubauverkäufe gemeldet. Die Verkäufe enttäuschten mit 276.000 völlig und stellten den tiefsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen 1963 dar. Zuvor sind die Auftragseingänge langlebiger Güter ebenfalls deutlich unter den Erwartungen von 3,0% mit nur 0,3% gemeldet worden. Der Euro startet etwas fester zum Dollar in den Donnerstag. Zu Beginn des europäisch geprägten Devisengeschäfts wechselt die Gemeinschaftswährung für 1,2717 USD den Besitzer. Im mittwöchlichen New Yorker Späthandel notierte der Euro noch bei 1,2655 USD. "Der unerwartet feste ifo-Geschäftsklimaindex am Vortag hat geholfen, der Schwäche der Gemeinschaftswährung die Dynamik und Brisanz zu nehmen", sagt Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen. Allerdings sei es noch zu früh, wieder auf eine Stärke des Euro zu setzen, die Gemeinschaftswährung bleibe anfällig für steigende Risikoaversion.
Mit Impulsen von der Konjunkturseite ist erst am Nachmittag zu rechnen, dann steht die Veröffentlichung der Entwicklung der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung auf dem Programm. Volkswirte erwarten im Mittel ihrer Prognosen einen Rückgang um 10.000 binnen Wochenfrist. Damit fiele die Zahl wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 500.000.
Tagesausblick EUR/USD: Im Bereich um 1,2735 USD könnte erneut Verkaufsdruck in EUR/USD aufkommen. Fällt das Währungspaar dann auch noch unter den kurzfristigen Aufwärtstrend bei aktuell 1,2626 USD, dann droht eine weitere Verkaufswelle in Richtung 1,2467 USD. Sollte EUR/USD aber dynamisch und per Stundenschlusskurs über 1,2735 USD ausbrechen, dann wäre eine direkte Rally bis 1,2890 USD möglich, was aber noch nur ein Pullback an den gebrochenen Aufwärtstrend darstellen würde.
Termine:
11:00 EUR - EU: Kapitalisierung Börsenmärkte Juli
14:30 USD - US: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Vorwoche)
14:30 CAD - CA: Arbeitslosenquote Juni
16:35 USD - EIA Erdgasbericht
17:00 USD - US Wöchentliche Ankündigung 3- und 6-monatiger Bills
22:30 USD - US Wochenausweis Geldmenge
Euro erholt sich kurzzeitig
Am gestrigen Handelstag nahm EUR/USD seine Abwärtsrichtung zunächst wieder auf und markierte ein Tagestief bei 1,2585, bevor schwache US-Immobiliendaten das Währungspaar in Richtung Tageshoch bei 1,2719 schickten. Die Wiederverkäufe bestehender Immobilien enttäuschten mit den gemeldeten 3,83 Mio. völlig und konnten die Erwartungen von 4,65 Mio. bei Weitem nicht erfüllen. Der Markt wurde von erneuten Sorgen um die US-Konjunktur dominiert obwohl am Vormittag die Auftragseingänge in der Industrie aus Europa mit einem Plus von 2,5% gemeldet wurden und die Erwartungen von 1,5% übertrafen.
Am Mittwoch ist der Euro etwas leichter in den europäisch dominierten Handel gestartet. "Gesucht werden die "sicheren Häfen", heißt es aus dem Handel. Dies sei auch am Schweizer Franken zu erkennen, der gegenüber dem Euro auf ein Allzeithoch geklettert ist. "Die Bewegung ist momentan rasant, und sicherlich leicht überzogen", lautet die Einschätzung aus dem Handel. Im Bereich von 1,30 EUR/CHF wurde im frühen Geschäft eine Erholungsbewegung gestartet. Devisenstrategen verweisen darauf, dass die Aussicht auf eine schwächere Nachfrage wegen der Abkühlung der Weltwirtschaft am Dienstag für fallende Rohstoffpreise gesorgt habe. Hauptgrund sei die fragile Verfassung der US-Wirtschaft. Zwar werde kein Rückfall in die Rezession erwartet, allerdings rechneten die meisten Volkswirte mit einem deutlich langsameren Wirtschaftswachstum. Mit der gestiegenen Risikoaversion würden die sicheren Häfen gesucht.
Die schwachen US-Daten sorgten gestern für ein kurzfristiges Aufbäumen des Euros und zeigten damit, dass immer noch nicht von einer Verbesserung der Konjunktur gesprochen werden kann. Auch die heute anstehenden Daten bergen wieder einiges an Überraschungspotential. Die Auftragseingänge langlebiger Güter sollten sich zwar sehr stabil zeigen, da aus der Luftfahrt einige Aufträge vergeben worden sind, die Immobiliendaten bleiben jedoch der Schwachpunkt der USA. Die Erwartungen sind ohnehin schon sehr niedrig angesetzt, könnten jedoch noch weiter unterboten werden.
Tagesausblick EUR/USD: Nachdem das 50 %-Retracement bei 1,2605 nur temporär unterschritten wurde, scheint sich die überverkaufte Marktlage zunächst abzubauen. Das Ende der Korrektur auszurufen scheint dennoch verfrüht. Eine Ausdehnung der Korrektur bis zum 61,8 %-Level bei 1,2433 sollte noch immer ins Kalkül gezogen werden, wenn der Euro nochmals unter 1,2600 abrutscht. Die Indikatorenlage ist unverändert trüb und auch die Risikoaversion dürfte dem Euro weiterhin zu schaffen.
Termine:
10:00 EUR - DE: ifo-Geschäftsklimaindex August
13:00 USD - US: MBA Hypothekenanträge (Vorwoche)
14:30 USD - US: Aufträge langlebiger Wirtschaftsgüter Juli
16:00 USD - US: Neubauverkäufe Juli
16:00 USD - US: FHFA-Hauspreisindex Juni
16:35 USD - US Öllagerbestände API und EIA
Auch bessere Konjunkturdaten können dem Euro nicht helfen
Der Euro gibt am Dienstag im frühen Geschäft an den Devisenmärkten weiter nach. Gegen 8.26 Uhr steht die Gemeinschaftswährung bei 1,2647 USD nach 1,2655 USD im späten US-Handel am Montag. Zum Yen ist der Euro vorübergehend bis auf 107,21 EUR/JPY gefallen, den tiefsten Stand seit November 2001. Auch am gestrigen Handelstag musste EUR/USD wieder Verluste hinnehmen und fiel bis 1,2625 im Tief. Zunächst hatte sich die Ratingagentur Moody´s aufgrund der Sparmaßnahmen verschiedener Regierungen skeptisch zum Ausblick der Weltwirtschaft geäußert und angekündigt, dass es dadurch zu Herabstufung bei Länderratings kommen könne. Der Dollar wurde weiter durch den Chicago Fed National Activity Index gestärkt, der mit 0,00 veröffentlicht wurde. Das EU-Verbrauchervertrauen ist mit -12 ebenfalls besser veröffentlicht worden, als es die Schätzungen mit -14 vorhergesagt hatten, den Euro konnte dies jedoch nicht stützen.
Schwach tendiert nach der jüngsten Stärke nun auch das Pfund Sterling, nachdem Martin Weale vom geldpolitischen Kommittee der Bank of England von Rezessionsgefahren gesprochen hat. "Der Devisenmarkt wird weiter die Aktienmärkte beobachten", so ein Händler. Solange die Aktienmärkte Rezession einpreisten, sei an den Devisenmärkten keine Trendwende in Sicht. Neue Impulse könnten von neuen US-Immobiliendaten und dem belgischen Geschäftsklima-Index am Nachmittag ausgehen. Die europäische Gemeinschaftswährung befindet sich derzeit wieder in einer Situation, in der ihr auch keine besseren Konjunkturdaten helfen, wie gestern am EU-Verbrauchervertrauen gesehen. Der Forex Handel ist immer noch getrieben von den Äußerungen Webers am Freitag und es drängt sich der Verdacht auf, dass die Währung abgestraft wird, deren Zentralbank zu einer Normalisierung ihrer Geldpolitik zurückkehrt. Der USD hat dies im Zuge der Fortsetzung des Anleihenaufkaufprogramms schon hinter sich gebracht.
Tagesausblick EUR/USD: Kurzfristig könnte sich EUR/USD auf 1,2671 USD erholen. Dort sollte allerdings wieder Verkaufsdruck aufkommen. Anschließend ist mit einer Abwärtsbewegung bis 1,2467 USD zu rechnen. Sollte EUR/USD aber dynamisch über 1,2671 USD ansteigen, dann wäre eine Rally in Richtung 1,2871 USD zu erwarten. Dort sollte das Währungspaar aber wieder nach unten abdrehen und gen 1,2467 USD abfallen.
Termine:
11:00 EUR - EWU: Auftragseingänge Industrie Juni
11:15 EUR - Zuteilung des Hauptrefinanzierungsgeschäfts der EZB
13:45 USD - US: ICSC Wöchentliche Kaufhausumsätze
14:30 CAD - CA: Einzelhandelsumsatz Juni
14:55 USD - US: Redbook
15:00 EUR - Wochenausweis der Fremdwährungsreserven durch die EZB
16:00 USD - US: Verkäufe bestehender Häuser Juli
16:00 USD - US: Richemont Fed Produktionsindex August
19:00 USD - US: Auktion vierwöchiger Bills
23:00 USD - US: ABC Verbrauchervertrauen
Euro technisch angeschlagen
Der Euro startet knapp über Niveaus von 1,27 USD und damit wenig verändert von den Freitagständen in die neue Berichtswoche in Europa. Im Handel ist von einem abwartenden Geschäft die Rede; Anleger warteten auf neue Impulse. Am Nachmittag steht der Chicago Fed National Activity Index für den Monat Juli zur Veröffentlichung an. Am letzten Handelstag der Woche musste EUR/USD erneut heftige Verluste hinnehmen und rutschte bis 1,2663 im Tief. Da keine makroökonomischen Daten zur Veröffentlichung anstanden richteten sich die Blicke der Marktteilnehmer auf Äußerungen von Zentralbankvertretern und so war es Professor Dr. Axel Weber, Präsident der Deutschen Bundesbank, der für Aufregung sorgte. Er teilte mit, dass die EZB ihren Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik nicht mehr dieses Jahr diskutieren werde. Am Markt verdunkelte sich die Stimmung nach diesen Aussagen schlagartig und es wurde laut darüber nachgedacht, ob die wirtschaftliche Erholung tatsächlich einen Aufwärtstrend vorweist, da die expansive Geldpolitik der EZB als Krisenszenario gilt.
Die Diskussionen um einen Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik ("Exit") dürften sich Weber zufolge auf das erste Quartal 2011 konzentrieren. Investoren könnten die Worte Webers dahingehend werten, dass es vor allem um die Refinanzierung der europäischen Banken schlechter bestellt sein könnte als bislang angenommen, hieß es dazu im Handel. In der Folge hätten Anleger weitere Risikopositionen geräumt, so auch an den europäischen Aktienmärkten. Dazu passt auch, dass die französische Regierung die Wachstumserwartungen für 2011 nach unten korrigiert hat. Technische Analysten sehen weiteres Abwärtspotenzial für den Euro. Nach Einschätzung von BNP Paribas könnte es für die Einheitswährung mit dem Bruch der 1,2735 USD zunächst in Richtung 1,2605 USD weiter gehen. Die Äußerungen Webers am Freitag kamen für die Dollar-Bullen wie gerufen. Schon einen Tag zuvor hatte St. Louis Fed Präsiden Bullard erneut vor japanischen Verhältnissen, Deflation, niedriges Wachstum und eine Nullzinspolitik, in den USA gewarnt. Er sprach sich für eine noch quantitativ lockerere Geldpolitik bei moderaten Zinserhöhungen aus. Weber hingegen betonte nur die Geldpolitik, von Zinserhöhungen war nicht einmal im Ansatz die Rede. Das Gemenge der Äußerungen der Zentralbankvertreter führte dazu, dass Fantasien entstanden, die den derzeitigen Zinsnachteil des Dollars schwinden sahen. Diese Stimmung sollte auch heute noch Bestand haben und könnte sich als nachhaltig etablieren.
Tagesausblick EUR/USD: Technisch ist die Lage prekär. Der Euro konnte die Marke 1,2760/80 nicht verteidigen. Die Tagesindikatoren deuten zudem auf weitere Verluste hin. Abschläge bis zum 50%-Fibonacci-Level bei 1,2605 sind möglich. Darunter rückt das 61,8 %-Retracement bei 1,2433 ins Bewusstsein der Marktteilnehmer.
Termine:
09:30 EUR - DE: Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe August (vorläufig)
09:30 EUR - DE: Serviceindex August (vorläufig)
10:00 EUR - EWU: Serviceindex August (vorläufig)
10:00 EUR - EWU: Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe August (vorläufig)
14:30 USD - US: Chicago Fed National Activity Index Juli
16:00 EUR - EWU: Verbrauchervertrauen August (vorläufig)
17:00 USD - US: Ankündigung 4-wöchiger Bills
19:00 USD - US: Auktion 3- u. 6-monatiger Bills
Bullard: Die Fed soll der Konjunktur helfen
Nach den Kursverlusten vom Donnerstagnachmittag handelt der Euro zum Dollar knapp über 1,28 USD. Die bisherige Tagesspanne ist mit einem Tief bei 1,2791 USD und einem Hoch von 1,2821 USD sehr eng. Der gestrige Handelstag war für EUR/USD eine Berg- und Talfahrt. Zunächst ging es bergab bis 1,2772 bevor der Anstieg zum Tageshoch bis 1,2902 gelingen konnte. In der Folge musste das Währungspaar seine Gewinne wieder abgeben und pendelte sich knapp über der 1,28 ein. Am Markt tauchten im frühen europäischen Handel Gerüchte auf, wonach Moody´s sein Rating für Frankreich herabstufen könnte, was allerdings nicht bestätigt wurde. Die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe enttäuschten erneut. Sie wurden mit 500.000 Anträgen veröffentlicht, erwartet wurden sie mit 478.000. Die Frühindikatoren trafen zumindest die Erwartungen des Marktes mit der Veröffentlichung von 0,1%. Völlig enttäuschte dagegen der Philadelphia Fed Index. Der Markt ging von einem Wert von 7,0 nach zuletzt 5,1 aus, gemeldet wurden für den Monat August -7,7.
Am Devisenmarkt setze sich wieder die Haltung durch, angesichts schlechter Konjunkturdaten vor allem aus den USA den Dollar gleichwohl als den sichereren Hafen anzusehen. "Dem stehen aber die Dollar-Pessimisten gegenüber, die mit der Gefahr einer erneuten Rezession in den USA plus einer hohen Staatsverschuldung argumentieren", sagt ein Frankfurter Händler. Dies führe den Euro/Dollar zunehmend in eine "Hängepartie". Der Chef der Fed von St. Louis, James Bullard, der eigentlich für eine straffe Geldpolitik steht, warnte die Märkte gestern erneut vor einer Deflation in den USA. Er betonte, dass die Fed energisch eingreifen müsse, um die Konjunktur weiter zu unterstützen indem die Geldpolitik wenn nötig weiter gelockert wird. Gleichzeitig sprach er auch Bedenken über die Sanierung der europäischen Staatshaushalte aus und wies darauf hin, dass die Staatschefs der betroffenen Länder ihren Weg des Sparens auch weiter fortsetzen. Der Euro nahm im Zuge dieser Äusserungen seine Talfahrt auf und zeigt damit, wie fragil der Wechselkurs derzeit dasteht.
Tagesausblick EUR/USD: Der Markt interpretiert die Geldpolitik der USA derzeit sehr kurzfristig, so dass der Dollar immer wieder zu temporärer Stärke zurückfindet, der Euro aber immer wieder zurückschlagen kann. Dies sollte auch heute so weitergehen, wobei der Bereich zwischen 1,2740 und 1,2770 als starker Unterstützungsbereich einzustufen ist. Am Freitag werden keine kursbewegenden Konjunkturdaten veröffentlicht. Noch hat EUR/USD die Chance den Aufwärtstrend seit Juni zu verteidigen. Allerdings sollte dafür schnell Kaufinteresse aufkommen. Ein neues Kaufsignal ergäbe sich mit einem Stundenschlusskurs über 1,2932 USD. Ziel wäre dann zunächst 1,3039 USD.
Termine:
14:30 CAD - CA: Verbraucherpreise Juli m/m
21:30 USD - Commitment of Traders
Euro Handelsspanne weiterhin intakt
Der Euro zeigt sich am Donnerstag beim Übergang in den europäisch geprägten Handel etwas schwächer gegenüber dem Dollar und pendelt um die Marke von 1,28 USD. Händler machen eine stärkere Risikoaversion infolge sich verstärkender Konjunkturängste für den Rückgang verantwortlich. Ein Ausbruch aus der jüngsten Handelsspanne zwischen 1,25 USD und 1,32 USD dürfte in nächster Zeit jedoch nicht anstehen, meinen die Analysten der HSH Nordbank. Das Währungspaar werde "gefangen bleiben zwischen der Angst vor einem Double Dip in den USA einerseits und der Aussicht auf schwierige Haushaltskonsolidierungen in der Eurozone andererseits", heißt es in einem Marktkommentar.
Nach einem Rücksetzer bis 1,2821 konnte EUR/USD im Verlauf des gestrigen Handelstages bis 1,2920 ansteigen. Auslöser war zunächst ein starker Anstieg bei GBP/USD, der durch ein Statement der Bank of England ausgelöst wurde, wonach keine Lockerung der Geldpolitik geplant ist. Der Ausverkauf des Dollars setzte sich fort, in dem bei EUR/USD Kaufstopps ausgeführt wurden. Zusätzlich wurde der Euro beflügelt, da Portugal eine Anleihenauktion erfolgreich durchgeführt hat. Die MBA-Hypothekenanträge wurden mit 13,0% gemeldet. Im heutigen asiatischen Handel brach EUR/USD wieder ein und fiel bis 1,2783, nachdem erneut Griechenland auf den Plan rückte. Es wurde spekuliert, dass durch die harten Bandagen die dem Land von EU und IWF angelegt wurden die Wirtschaft keine Möglichkeit hat zu wachsen und es damit schwierig würde die aufgenommen Darlehen zurückzuzahlen. Das Thema europäische Schuldenkrise schwebt unverändert weiter über den Finanzmärkten. Dies wurde gestern eindrucksvoll bewiesen, als der Euro zunächst von der erfolgreichen Anleihenemission Portugals profitierte und im weiteren Handelsverlauf im Zuge um Spekulationen über Griechenland massiv an Wert verlor. Heute blicken die Märkte gespannt auf die USA, wo die Datenveröffentlichungen weitere Hinweise auf eine schleppende Konjunkturerholung geben könnten.
Für neue Impulse am Devisenmarkt könnten am Vormittag die britischen Einzelhandelsumsätze für Juli sorgen. Ökonomen erwarten im Mittel ihrer Prognosen einen Anstieg um 0,6% gegenüber dem Vormonat. Die Ökonomie der Briten ist in besonderem Maß auf die Kauflaune ihrer privaten Verbraucher angewiesen. Am Nachmittag dürften dann die Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung im Fokus stehen. Hier lautet der Volkswirtekonsens auf ein Minus von 4.000 binnen Wochenfrist. Hinzu kommen mit dem Philly-Fed-Index und dem Index der Frühindikatoren zwei Stimmungsbarometer aus den USA. Nach Börsenschluss in Europa wird sich dann noch der President der Federal Reserve Bank of St. Louis, James Bullard, zur Geldpolitik äußern. Bereits Ende Juli hat er vor japanischen Verhältnissen in den USA gewarnt und der Federal Reserve zur Ausweitung ihrer Ankäufe von Staatsanleihen geraten. Und mittlerweile reinvestiert die US-Notenbank tatsächlich Einnahmen aus der Fälligkeit von mit Hypotheken besicherten Schuldtiteln in US-Staatsanleihen.
Tagesausblick EUR/USD: Aus technischer Sicht zeigt sich der Euro nach Ansicht von Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) gut behauptet. Die nächste Unterstützung sieht er bei 1,2787 USD, die nächsten Widerstände macht er bei 1,2900 USD und 1,2933 USD aus. Ein Ausbruch über 1,2821 USD auf Stundenschlusskursbasis würde EUR/USD die Möglichkeit zu einer erneuten Erholung in Richtung 1,2923 USD eröffnen. Später wären dann sogar Kursgewinne in Richtung 1,3039 USD möglich.
Termine:
10:30 GBP - GB: BoE Geldmenge (M4) Juli
10:30 GBP - GB: Einzelhandelsumsatz Juli m/m
11:00 CHF - CH: ZEW-Konjunkturerwartungen August
14:30 USD - US: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (Vorwoche)
14:30 CAD - CA: Großhandelsumsatz Juni
14:30 CAD - CA: Frühindikatoren Juli m/m
16:00 USD - U S: Philadelphia Fed Index August
16:00 USD - US: Index der Frühindikatoren Juli
16:35 USD - EIA Erdgasbericht
17:00 USD - US Wöchentliche Ankündigung 3- und 6-monatiger Bills
18:30 USD - US: Rede von FOMC-Mitglied James Bullard in Arkansas
22:30 USD - US Wochenausweis Geldmenge
Euro etwas leichter in den Handel gestartet
Der Euro zeigt sich am Mittwoch zu Beginn des europäisch geprägten Handels wieder etwas leichter und pendelt um die Marke von 1,2830 USD nach 1,2879 USD im späten US-Handel am Dienstag. Nach dem Anstieg vom Dienstag stellen laut Händlern asiatische Versicherungen und US-Banken Positionen im Euro glatt. Nach der Menge an Konjunkturdaten am Dienstag dürften bedeutende Impulse für den Devisenmarkt im Handelsverlauf am Mittwoch ausbleiben. Lediglich die Veröffentlichung des Sitzungsprotokolls der Bank of England dürfte das Interesse der Marktteilnehmer finden.
Auch am gestrigen Dienstag konnte EUR/USD wieder Gewinne verbuchen und stieg bis 1,2913 im Hoch an. Im frühen europäischen Handel konnte der Euro zunächst sehr schwachen Zahlen der ZEW-Konjunkturerwartung trotzen, die mit 14,0 statt der erwarteten 20,0 Punkte veröffentlicht wurden. Doch auch die Daten aus den USA enttäuschten, so wurden die Baubeginne mit 546.000 zu den erwarteten 560.000 und die Baugenehmigungen mit 565.000 statt der erwarteten 580.000 veröffentlicht. Analysten führten den Euro Anstieg jedoch auch auf eine erfolgreiche Anleihenauktion Irlands zurück, die 1,5 Milliarden Euro einbrachte und somit für erhebliche Erleichterung sorgte. Die Daten des Zentrums für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) zeigten gestern, dass die aktuelle Lage als sehr positiv eingestuft wird, der Ausblick dennoch negativ ist. Im Normalfall stellen diese Datenveröffentlichungen eine Belastung für den Euro dar, da der Devisenmarkt verstärkt in die Zukunft blickt. Gestern jedoch ging diese Meldung unter, eines der großen europäischen Problemkinder konnte seine Staatsanleihen trotz erheblicher Bedenken erfolgreich am Markt platzieren. Zuversicht kehrte an die Devisenmärkte zurück und die Schuldenkrise und damit ein Stück Konjunkturpessimismus wurde in den Hintergrund gedrängt.
Tagesausblick EUR/USD: Aus technischer Sicht ist der Aufwärtstrend des Euro nach Ansicht der Analysten der Helaba weiter intakt. Mangels negativer Überraschungen habe die Gemeinschaftswährung das Potenzial, seine zuletzt erzielten Kursgewinne auszubauen. Die nächsten Widerstände seien bei 1,2915 und 1,2933 USD zu finden. Sollte der Euro diese überwinden, sei der Weg bis 1,3030 USD frei. Für heute sollten keine negativen Überraschungen zu erwarten sein, so dass sich der Euro weiter erholt zeigen sollte. Fällt EUR/USD mit einem Stundenschlusskurs unter 1,28050/03 USD, dann droht eine kurzfristige Verkaufswelle bis 1,2671 USD.
Termine:
10:30 GBP - GB: BoE Minutes vom 5. August 2010
11:00 EUR - EWU: Produktion Baugewerbe Juli
13:00 USD - US: MBA Hypothekenanträge (Vorwoche)
14:30 CAD - CA: Beschäftigtenversicherung Juni
16:35 USD - US Öllagerbestände API und EIA
Warten auf US-Arbeitsmarktdaten
Der Euro präsentiert sich beim Übergang in den europäisch geprägten Handel am Freitagmorgen wenig verändert. Im Handel ist von einer abwartenden Haltung vor der Bekanntgabe der US-Arbeitsmarktdaten die Rede. Davor werde nicht mehr viel passieren. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten rechnen im Juli mit einem Rückgang der Zahl der Beschäftigten ex Agrar von 60.000 gegenüber dem Vormonat. Die Arbeitslosenquote soll leicht auf 9,6% von 9,5% anziehen. Im Blick dürfte die Entwicklung im Privatsektor stehen. Hier gehen die Schätzungen weit auseinander, die Helaba spricht von einer Konsensschätzung von plus 90.000. Am Mittwoch war der ADP-Arbeitsmarktbericht etwas besser als erwartet ausgefallen und hatte Hoffnungen mit Blick auf den offiziellen Bericht geweckt.
Die Zahlen am Nachmittag werden von Analysten als "kritisch" eingestuft. Sollten sie enttäuschen rechnen zahlreiche Marktteilnehmer damit, dass die Federal Reserve in der kommenden Woche weitere Maßnahmen zur quantitativen Lockerung bekannt geben wird. Zuletzt waren bereits Stimmen aus dem Umfeld der US-Notenbank laut geworden, die vor einer drohenden Deflation in den USA warnten. Die jüngsten Konjunkturdaten aus den USA zeigen bis auf wenige Ausnahmen, dass die wirtschaftliche Entwicklung in der größten Volkswirtschaft der Welt ins Stocken geraten ist. Heute sollte es mit den Arbeitsmarktdaten weitere Hinweise auf den Zustand der stark vom privaten Konsum abhängigen US-Konjunktur geben. Der ADP-Employment Report in dieser Woche ist sehr positiv aufgefallen während die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gestern die Hoffnung auf gute offizielle Zahlen heute wieder erstickte. Das Gesamtbild der US-Konjuktur lässt nur den Schluß zu, dass der Arbeitsmarktbericht nicht positiv ausfallen und damit den Dollar weiter belasten wird.
Tagesausblick EUR/USD: Die Up-Linie des Aroon notiert mit 85 zwar nicht mehr am Maximum aber immer noch in einem sehr soliden Bereich. Der PTP steht unverädert auf Long. Die MACD hat sich erneut seiner Triggerlinie angenähert konnte aber noch nicht kreuzen und steht somit ebenfalls auf Long. Es ist mit einem Rücksetzer zu 1,3130 zu rechnen, wo sich eine neue Kaufgelegenheit bietet mit einer Absicherung bei 1,3090 und einem Kursziel von 1,3230.
ISM-Daten geben USD einen Schub
Nach einer langen Durststrecke nutzt der Dollar die Chance guter heimischer Daten und legt zu Euro und Yen leicht zu. Im frühen europäischen Geschäft war der Yen zum Dollar auf ein Achtmonatshoch gestiegen. Nahe 85 USD/JPY machen viele Marktteilnehmer einen starken Widerstand aus, der nicht so leicht zu nehmen sei. Sollte der Yen zum Dollar weiter zulegen, werde es für das vom Export abhängige Land immer schwieriger, auf dem Weltmarkt zu bestehen, heißt es dazu aus dem Handel. Zunächst hat sich diese Einschätzung bewahrheitet, der Yen tendiert leichter.
Am Devisenmarkt wird bereits wieder darüber spekuliert, ob die japanische Regierung eingreifen könnte, um eine Aufwertung des Yen zu verhindern. Marktteilnehmer halten eine solche Entwicklung für möglich, sollte der Dollar über einen Zeitraum von einem oder zwei Monaten auf dem derzeitigen Niveau verharren. Unterstützung für den Dollar lieferten am Nachmittag zunächst gute Nachrichten vom US-Arbeitsmarkt. Die Beschäftigung im privaten Wirtschaftssektor ist im Juli stärker gestiegen als erwartet. Wie der Arbeitsmarkt-Dienstleister ADP berichtete, wurden gegenüber Mai 42.000 Stellen geschaffen. Der ADP-Bericht stützt sich auf etwa 430.000 US-Unternehmen mit rund 24 Millionen Beschäftigten und lehnt sich an die Methodik des Bureau of Labor Statistics (BLS) an, das den offiziellen Arbeitsmarktbericht für die USA herausgibt. Am Freitag steht dann der offizielle Arbeitsmarkt zur Veröffentlichung an.
Besser ausgefallen als erwartet war zudem der ISM-Index des Dienstleistungsgewerbes per Juli in der größten Volkswirtschaft der Welt. Die Subkomponenten fielen zwar gemischt aus, doch der Beschäftigungsindex stieg leicht auf 50,9 von 49,7. Zur Mitte des Jahres verliert die wirtschaftliche Erholung in den USA nach Einschätzung der Helaba an Dynamik. Allerdings fällt der Schwungverlust geringer aus als befürchtet, wie sich bereits mit den Daten des Verarbeitenden Gewerbes zeigte. Zudem sollte beachtet werden, dass die Einkaufsmanagerindizes komfortabel in der Expansionszone liegen.






