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Börsen + Märkte

Portugal will nun doch EU Hilfen

Bereits im Januar haben wir es geahnt: Portugal kann das nächste Euroland werden, das unter den EU-Rettungsschirm schlüpfen wird. Nun ist es soweit, am Mittwochabend wurde es öffentlich bekannt. Portugals kommissarischer Regierungschef José Sócrates hat in einer kurzen Fernsehansprache die sehr lang erwartete und doch überraschend und sehr schnell gekommene Bestätigung ausgesprochen: Portugal bittet die EU doch um finanzielle Unterstützung und wird umgehend den Antrag offiziell stellen. Zugleich versprach Sócrates, sich schon am Mittwochabend in Brüssel an die EU wenden zu wollen, um den „finanziellen Beistand“ formell anzufordern. Dass die Bitte Portugals auch wirklich in Brüssel eingegangen sei, hat der Präsident der EU-Kommission José Manuel Barroso ebenfalls am Mittwochabend bestätigt.

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Quo Vadis, Portugal?

Portugals Finanzmisere verschlimmert sich zusehends. Der Druck auf das südeuropäische Land, seine EU Partner doch um Hilfe bitten zu müssen, steigt erneut. Wie es nun bekannt wurde, hat die US-Ratingagentur Moody's eine Abstufung Portugals - wie neulich Standard & Poor’s und Fitch auch - vorgenommen und Portugals Bonitätsbewertung stark gesenkt: Von A3 auf Baa1. Zudem schließt Moody’s weitere kurzfristige Herabstufungen nicht aus, empfiehlt daher Portugals kommissarischer Regierung, Portugal bald unter den EU Rettungsschirm zu stellen. Wie erwartet, reagierten die Märkte prompt auf Moody’s Abstufung. Die Renditen der portugiesische Staatsanleihen schnellten in die Höhe: Für die zehnjährigen auf knapp 8,6%, für die fünfjährigen sogar auf 9,9%.

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Gewöhnungseffekte - Gelassenheit gegenüber Japan

Seitdem Japan von den schrecklichsten Naturkatastrophen seiner Geschichte heimgesucht wurde, sind knapp drei Wochen vergangen. Ein gnadenlos zerstörerisches Duo verwüstete die nördliche Ostküste der Honshū, der größten unter den vier Hauptinseln Japans. Erst bebte die Erde so lang und so heftig wie nie zuvor. Als ob das Beben nicht genug niederreißen konnte, folgte ihm der monströseste Tsunami, den Japan je erlebt hatte. Die schlimmsten Folgen des Naturdesasters sind die schweren Schäden der Kernkraftwerke in Fukushima und die drohende Kernschmelze. Dem Katastrophen-Trio (Erdbeben, Tsunami, Reaktorzwischenfällen) folgte weltweites Beben der Finanzmärkte, Aktienkurse rauschten in die Tiefe. Nicht nur Japans wichtigsten Aktienindizes (Nikkei und Topix) brachen ein.

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Das Börsenbeben in Tokio

Die seit Tagen immer bedrohlicher werdenden Katastrophenmeldungen aus Japan haben die Börsen erschüttert. Insbesondere die Lage der Atomanlage von Fukushima - die Explosionen, die Brände und die gefürchtete Kernschmelze - hat eine neue Dimension bekommen. Die schwer beschädigten Kernkraftwerke und die Angst vor einer Atomkatastrophe in Japan haben erdbebenartige Kursrutsche an den Börsen Japans nach sich gezogen. Am stärksten hat Japans Leitzindex Nikkei 225 geblutet. Im Jahr 1950 von der japanischen Zeitung "The Nihon Keizai Shimbun" (seine Namensgeberin) zusammengesetzt, von Tokios Börse berechnet und veröffentlicht, ist er der älteste und mittlerweile auch der bedeutendste Aktienindex Asiens.

 

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