Bei der G20 Konferenz im chinesischen Nanjing hat Frankreichs Präsident Sarkozy ein Thema, das nicht offiziell auf der Agenda stand, in den Fokus der Diskussionen gebracht: Die Anpassung des Weltwährungssystems am aktuellen Stand der Weltwirtschaft, die immer stärker durch die aufsteigenden Schwellenländer geprägt wird. Als amtierender G20 Vorsitzender hat Sarkozy - von Frankreichs Wirtschaftsministerin Christine Lagarde unterstützt - für eine G20 Währungsreform und für weitere Stärkung von Chinas Rolle plädiert. Dass dieses Thema während der französischen Präsidentschaft ausgerechnet in China debattiert wird, will als ein eindeutiger Wink Frankreichs verstanden werden. Zumal Sarkozy Chinas Rolle als anstrebende Wirtschaftsmacht bei den Diskussionen akzentuiert hat.

Devisen
Bereits im Januar ahnten wir es: Portugal könnte das nächste Euroland werden, das den EU-Rettungsschirm in Anspruch nehmen wird. Am vergangenen Mittwoch war es soweit. Zwischen Regierung und Opposition gab es Streit über Thema Sparkurs: Zwischen dem Ja der Regierung und dem Nein der Opposition. Bei der Abstimmung im Parlament erzielte die Regierung die nötige Mehrheit nicht, Portugals Parlament wies das Sparprogramm zurück. Die überraschende Folge von Portugals Parlamentsentscheid ist, dass Portugals Regierungschef bereits am Mittwochabend seinen Rücktritt erklärte: Wie es Portugals neuer Präsident Anibal Cavaco Silva nach dem Treffen mit Regierungschef José Sócrates in Lissabon offiziell bekannt gab. So sehr Portugal sich gegen die EU-Hilfen lang gesträubt hatte, wird es sie nun doch beantragen müssen.
Zwar ist Eingreifen im Devisenmarkt von der Weltwirtschaft nicht gern gesehen. Insbesondere, wenn es zwecks Manipulation einer Währung erfolgt. Das tun Regierungen und Notenbanken meist, um die eigene Währung abzuwerten und die eigene Exportwirtschaft zu stärken. Das Ergebnis sind Nachteile für die Exporte der Mitbewerber. Doch Ausnahmesituationen rechtfertigen Ausnahmehandlungen. So war das kürzlich von den Finanzminister und den Notenbankchefs der G7 gemeinsam mit dem von den schweren Naturkatastrophen erschütterten Japan beschlossene Eingreifen am Devisenmarkt kein Vergehen, sondern eine echt solidarische Maßnahme.
Seit Tagen schaut die ganze Welt mit Schrecken und Anteilnahme nach Japan. Das Land erlebte das bislang gewaltigste Beben seiner Geschichte, das mit einer Stärke von 9,0 gewiss alle Rekorde der Zerstörung brechen wird: Vor allem durch die drohende nukleare Katastrophe. Der anschließende Tsunami überrollte den Nordosten Japans, begrub erbatmungslos Städte und Landschaften unter sich und ließ auf seinem Weg ebenfalls eine Spur der grausamsten Verwüstung. Die vom Jahrhundertbeben verursachten ökonomischen Schäden können schwer beziffert werden, zumal das Ausmaß der Katastrophe noch nicht eingeschätzt werden kann. Klar ist nur: Die Kosten für den Wiederaufbau werden unvergleichbar höher als bei den jüngsten vergleichbaren Ereignissen - wie die Erdbeben in China, Chile und Neuseeland - sein. Denn fast völlig zerstörte Städte und die schwer beschädigte Infrastruktur müssen neu aufgebaut werden.
Das Ziel der Chartanalyse ist es, Trends zu identifizieren und Trendwenden frühzeitig aufzuspüren....
Der technischen Analyse (Chartanalyse) im Devisenhandel stehen zahlreiche leistungsstarke Instrument...