Der Euro gerät am Dienstag zu Beginn des europäisch geprägten Handels weiter unter Druck und rutscht deutlich unter die Marke von 1,36 USD. Am Morgen pendelt die Gemeinschaftswährung um 1,3550 USD. Händler verweisen auf die weiter schwelende Schuldenkrise in Europa. Nach Unsicherheiten über das Irland-Rettungspaket befürchten Marktteilnehmer eine Ausweitung auf die weiteren Peripherie-Staaten der Eurozone. Es ist fraglich, dass mit der Lösung für Irland alle Probleme der Eurozone ausgestanden sind. Die Gefahr ist nicht gebannt, dass Portugal und Spanien vom Krisenvirus infiziert werden.
Daher kann der Abwertungsdruck auf den Euro schnell wieder größer werden", heißt es in einem Marktkommentar der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Die schnellen Dementis aus Portugal und Spanien, dass keine Hilfe benötigt werden, erinnere doch sehr stark an die Aussagen aus Irland von letzter Woche, sagt ein Devisenhändler in Asien.
Obwohl für den Euro am gestrigen Handelstag alle Ampeln zunächst auf Grün standen, schließlich hatte sich das derzeit größte europäische Problemkind Irland unter den europäischen Rettungsschirm begeben, ging es für die Einheitswährung stark bergab. Die innenpolitischen Schwierigkeiten in Irland und die drohende Ratingherabstufung machten weitere Gewinne unmöglich und trübten die Stimmung weiter ein. Der Markt scheint sich derzeit auf die europäischen Schuldnerstaaten eingeschossen zu haben und die viel zitierten Ansteckungsgefahren auf andere EU-Peripherieländer, die eigentlich mit der Unterstützung Irlands verhindert werden sollten, sind wieder in aller Munde. Man fragt sich derzeit, wer wohl als nächstes dran sein wird.
Portugals Premierminister Socrates kündigte gestern schon einmal an, dass sein Land keine Unterstützung benötige, jedoch hat man ähnliches schon von anderen Ländern gehört, die sich jetzt in der Obhut des Rettungsschirms befinden. Obwohl die Lage in den USA derzeit ebenfalls alles andere als rosig ist, hat der Markt Europa im Fokus, was den Euro weiter belasten sollte.

Das Ziel der Chartanalyse ist es, Trends zu identifizieren und Trendwenden frühzeitig aufzuspüren....
Der technischen Analyse (Chartanalyse) im Devisenhandel stehen zahlreiche leistungsstarke Instrument...