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Herabstufung Spaniens belastet den Euro

Richtig ausgestanden sind sie noch lange nicht: Die Krise des Euro, der Gemeinschaftswährung der Euro-Zone und die Schuldenkrise der angeschlagenen Euro-Länder. Beim am Freitag beginnenden Sondergipfel der Euro-Zone wollen die Staats- und die Regierungschefs der nunmehr 17 Euro Mitgliedstaaten weiter darüber diskutieren. Und zwar, um nach sicheren Wegen und Lösungen zu suchen, durch die sie die europäische Staatsschuldenkrise erfolgreich bekämpfen und den Euro dauerhaft stabilisieren können. Die Hauptthemen auf dem Plan des Gipfel-Treffens sind die geplante Ausweitung des Rettungsfonds (EFSF) und der angestrebte Pakt für Wettbewerbsfähigkeit.

Dabei sind die Nervosität der Märkte und der Druck auf die Anleger schon vor Beginn des Euro-Gipfels erneut gestiegen. Zurückzuführen ist dieses vor allem auf die US Ratingagentur Moody's, die am Donnerstag die Kreditwürdigkeit von Spanien von AA1 auf AA2 gesenkt hat. Die Analysten haben außerdem weitere Herabstufungen des Mittelmeerlandes nicht ausgeschlossen, zumal deren Meinung nach, die Aussichten Spaniens Finanzlage nicht gut seien.

Hauptgrund für die Herabstufung sei die Skepsis, dass das hoch verschuldete Land in der Lage sei, seine Staatsfinanzen in den Griff zu bekommen. Zudem sei die Restrukturierung von Spaniens Bankensektor mit 20 Milliarden Euro bislang zu teuer gewesen - Ende Januar hatte die spanische Regierung die Geldhäuser zu Kapitalerhöhung gezwungen - werde viel mehr als veranschlagt kosten und das Staatsdefzit verschlimmern, was Spanien von den Märkten verwundbar mache.

Prompt stiegen die Risikoaufschläge für 10jährige spanische Staatsanleihen an.

Spaniens Wirtschaftsministerin Elena Salgado kritisierte einerseits sowohl die negative Beurteilung als auch die Herabstufung der US Ratingagentur. Andererseits räume sie dennoch ein, dass sehr wohl weitere unentschiedene Schritte und wirkungsvolle Maßnahmen zur Begrenzung von Spaniens Staatsverschuldung dringend erforderlich seien.

Bei so viel Unsicherheit und Unruhe an den Finanzmärkten bereits vor Beginn des Sondergipfels sei kaum zu erwarten, dass er wirklich einen entscheidenden Durchbruch erzielen könne, so die Meinung vieler Beobachter und Analysten. Asser einer erneuten gemeinsamen Erklärung, ohne detaillierten Regeln und Pläne, könne der Gipfel den Euro noch stärker belasten und die Finanzteilnehmer enttäuschen.

Kein Wunder, dass die Aktien- und die Devisenmärkte bereits reagieren: Der Euro verliert an Wert, die wichtigen Aktienindizes fallen: Deutschlands Leitindex DAX notiert unter 7000, EuroStoxx 50 unter 3000 Punkten.

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