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Euro erholt sich kurzzeitig

Am gestrigen Handelstag nahm EUR/USD seine Abwärtsrichtung zunächst wieder auf und markierte ein Tagestief bei 1,2585, bevor schwache US-Immobiliendaten das Währungspaar in Richtung Tageshoch bei 1,2719 schickten. Die Wiederverkäufe bestehender Immobilien enttäuschten mit den gemeldeten 3,83 Mio. völlig und konnten die Erwartungen von 4,65 Mio. bei Weitem nicht erfüllen. Der Markt wurde von erneuten Sorgen um die US-Konjunktur dominiert obwohl am Vormittag die Auftragseingänge in der Industrie aus Europa mit einem Plus von 2,5% gemeldet wurden und die Erwartungen von 1,5% übertrafen.

Am Mittwoch ist der Euro etwas leichter in den europäisch dominierten Handel gestartet. "Gesucht werden die "sicheren Häfen", heißt es aus dem Handel. Dies sei auch am Schweizer Franken zu erkennen, der gegenüber dem Euro auf ein Allzeithoch geklettert ist. "Die Bewegung ist momentan rasant, und sicherlich leicht überzogen", lautet die Einschätzung aus dem Handel. Im Bereich von 1,30 EUR/CHF wurde im frühen Geschäft eine Erholungsbewegung gestartet. Devisenstrategen verweisen darauf, dass die Aussicht auf eine schwächere Nachfrage wegen der Abkühlung der Weltwirtschaft am Dienstag für fallende Rohstoffpreise gesorgt habe. Hauptgrund sei die fragile Verfassung der US-Wirtschaft. Zwar werde kein Rückfall in die Rezession erwartet, allerdings rechneten die meisten Volkswirte mit einem deutlich langsameren Wirtschaftswachstum. Mit der gestiegenen Risikoaversion würden die sicheren Häfen gesucht.

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Bessere Konjunkturdaten können Euro nicht helfen

Der Euro gibt am Dienstag im frühen Geschäft an den Devisenmärkten weiter nach. Gegen 8.26 Uhr steht die Gemeinschaftswährung bei 1,2647 USD nach 1,2655 USD im späten US-Handel am Montag. Zum Yen ist der Euro vorübergehend bis auf 107,21 EUR/JPY gefallen, den tiefsten Stand seit November 2001. Auch am gestrigen Handelstag musste EUR/USD wieder Verluste hinnehmen und fiel bis 1,2625 im Tief. Zunächst hatte sich die Ratingagentur Moody´s aufgrund der Sparmaßnahmen verschiedener Regierungen skeptisch zum Ausblick der Weltwirtschaft geäußert und angekündigt, dass es dadurch zu Herabstufung bei Länderratings kommen könne. Der Dollar wurde weiter durch den Chicago Fed National Activity Index gestärkt, der mit 0,00 veröffentlicht wurde. Das EU-Verbrauchervertrauen ist mit -12 ebenfalls besser veröffentlicht worden, als es die Schätzungen mit -14 vorhergesagt hatten, den Euro konnte dies jedoch nicht stützen.

Schwach tendiert nach der jüngsten Stärke nun auch das Pfund Sterling, nachdem Martin Weale vom geldpolitischen Kommittee der Bank of England von Rezessionsgefahren gesprochen hat. "Der Devisenmarkt wird weiter die Aktienmärkte beobachten", so ein Händler. Solange die Aktienmärkte Rezession einpreisten, sei an den Devisenmärkten keine Trendwende in Sicht. Neue Impulse könnten von neuen US-Immobiliendaten und dem belgischen Geschäftsklima-Index am Nachmittag ausgehen. Die europäische Gemeinschaftswährung befindet sich derzeit wieder in einer Situation, in der ihr auch keine besseren Konjunkturdaten helfen, wie gestern am EU-Verbrauchervertrauen gesehen. Der Forex Handel ist immer noch getrieben von den Äußerungen Webers am Freitag und es drängt sich der Verdacht auf, dass die Währung abgestraft wird, deren Zentralbank zu einer Normalisierung ihrer Geldpolitik zurückkehrt. Der USD hat dies im Zuge der Fortsetzung des Anleihenaufkaufprogramms schon hinter sich gebracht.

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Euro technisch angeschlagen

Der Euro startet knapp über Niveaus von 1,27 USD und damit wenig verändert von den Freitagständen in die neue Berichtswoche in Europa. Im Handel ist von einem abwartenden Geschäft die Rede; Anleger warteten auf neue Impulse. Am Nachmittag steht der Chicago Fed National Activity Index für den Monat Juli zur Veröffentlichung an. Am letzten Handelstag der Woche musste EUR/USD erneut heftige Verluste hinnehmen und rutschte bis 1,2663 im Tief. Da keine makroökonomischen Daten zur Veröffentlichung anstanden richteten sich die Blicke der Marktteilnehmer auf Äußerungen von Zentralbankvertretern und so war es Professor Dr. Axel Weber, Präsident der Deutschen Bundesbank, der für Aufregung sorgte. Er teilte mit, dass die EZB ihren Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik nicht mehr dieses Jahr diskutieren werde. Am Markt verdunkelte sich die Stimmung nach diesen Aussagen schlagartig und es wurde laut darüber nachgedacht, ob die wirtschaftliche Erholung tatsächlich einen Aufwärtstrend vorweist, da die expansive Geldpolitik der EZB als Krisenszenario gilt.

Die Diskussionen um einen Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik ("Exit") dürften sich Weber zufolge auf das erste Quartal 2011 konzentrieren. Investoren könnten die Worte Webers dahingehend werten, dass es vor allem um die Refinanzierung der europäischen Banken schlechter bestellt sein könnte als bislang angenommen, hieß es dazu im Handel. In der Folge hätten Anleger weitere Risikopositionen geräumt, so auch an den europäischen Aktienmärkten. Dazu passt auch, dass die französische Regierung die Wachstumserwartungen für 2011 nach unten korrigiert hat. Technische Analysten sehen weiteres Abwärtspotenzial für den Euro.

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Bullard: Die Fed soll der Konjunktur helfen

Nach den Kursverlusten vom Donnerstagnachmittag handelt der Euro zum Dollar knapp über 1,28 USD. Die bisherige Tagesspanne ist mit einem Tief bei 1,2791 USD und einem Hoch von 1,2821 USD sehr eng. Der gestrige Handelstag war für EUR/USD eine Berg- und Talfahrt. Zunächst ging es bergab bis 1,2772 bevor der Anstieg zum Tageshoch bis 1,2902 gelingen konnte. In der Folge musste das Währungspaar seine Gewinne wieder abgeben und pendelte sich knapp über der 1,28 ein. Am Markt tauchten im frühen europäischen Handel Gerüchte auf, wonach Moody´s sein Rating für Frankreich herabstufen könnte, was allerdings nicht bestätigt wurde. Die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe enttäuschten erneut. Sie wurden mit 500.000 Anträgen veröffentlicht, erwartet wurden sie mit 478.000. Die Frühindikatoren trafen zumindest die Erwartungen des Marktes mit der Veröffentlichung von 0,1%. Völlig enttäuschte dagegen der Philadelphia Fed Index. Der Markt ging von einem Wert von 7,0 nach zuletzt 5,1 aus, gemeldet wurden für den Monat August -7,7.

Am Devisenmarkt setze sich wieder die Haltung durch, angesichts schlechter Konjunkturdaten vor allem aus den USA den Dollar gleichwohl als den sichereren Hafen anzusehen. "Dem stehen aber die Dollar-Pessimisten gegenüber, die mit der Gefahr einer erneuten Rezession in den USA plus einer hohen Staatsverschuldung argumentieren", sagt ein Frankfurter Händler. Dies führe den Euro/Dollar zunehmend in eine "Hängepartie". Der Chef der Fed von St. Louis, James Bullard, der eigentlich für eine straffe Geldpolitik steht, warnte die Märkte gestern erneut vor einer Deflation in den USA.

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