Rohstoffe werden knapper, zugleich steigt die Nachfrage und die Preise explodieren. Weltweit wird ein immer schärfer werdender Wettkampf um die schwindenden Ressourcen geführt, zumal der Rohstoff-Bedarf der aufsteigenden Schwellenländer rasant wächst.
Warum ist Deutschland dabei?
Es ist zwar nicht rohstoffarm. Doch abgesehen vom eigenen Vorkommen an Kali-, Steinsalz und Braunkohle, importiert es metallische Industrierohstoffe zu fast 100% und ist auf recycelten Stoffen und Erze aus rohstoffreichen Ländern angewiesen. Der Hannoverschen Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) zufolge importierte Deutschland 2008 Rohstoffe für ca. 126 Milliarden Euro, 2009 für ca. 86 Milliarden Euro (ca. 16 Milliarden Euro davon für Metalle), der Wert der Rohstoffe aus eigener Förderung betrug dagegen nur ca. 10 Milliarden Euro.
„Elemente einer Rohstoffstrategie“ der Bundesregierung!
Damit der drohende Rohstoffmangel kein unlösbares Problem für Deutschlands Wirtschaft wird, entwarf 2007 der Regierung einen Plan, der deutschen Hightech-Firmen den Zugang zu den für die Zukunftstechnologien (wie Lasertechnik, Photovoltaik, Herstellung von Brennstoffzellen und Handys) unverzichtbaren Hochtechnologiemetallen (wie Cerium, Gallium, Germanium, Indium, Lithium und Neodym) sichern sollte. Realisiert wurde dieser Plan durch die am 4. Oktober als Teil der BGR gegründete und am 5. Oktober 2010 offiziell eröffnete Deutsche Rohstoffagentur.
Rohstoffagentur als vernetzter Rohstoffinformationsdienst.
Die neue Rohstoffagentur war zweifelsohne eine enorm wichtige strategische Maßnahme in Richtung Unabhängigkeit der deutschen Industrie von den bisherigen Lieferanten und deren Launen: Unter anderem China, das selbst einen wachsenden Bedarf hat und vor kurzen die Welt schockte, indem es plötzlich die Exporte deutlich senkte. Des Weiteren schafft die Rohstoffagentur attraktive Arbeitsplätze in Zukunftsbranchen, vor allem in kleinen bis mittelgroßen Unternehmen, sichert zudem Deutschland als nachhaltig attraktiven Industriestandort.
Die Kompetenzen und Kernaufgaben der Rohstoffagentur sind: Potenziale von Industrierohstoffen erforschen, deutsche Firmen über deren Verfügbarkeit informieren und bei gemeinsamen Projekten (Erschließungen, Fördervorhaben, Exploration, Rohstoffverarbeitung) mit den jeweiligen rohstoffreichen Ländern individuell beratend unterstützen. Fachlich unterstützt die neue Agentur auch die Bundesregierung (in Sachen Förderprogrammen) sowie die Rohstoffindustrie (bei ihrer Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern und rohstoffreichen Ländern).
Mein Fazit: Die Rohstoffagentur hilft Deutschland beim Konkurrenzlauf um Rohstoffe und den Entwicklungsländern beim wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt. So weit so gut. Allerdings lehnen Kritiker eine eventuelle polizeilich-militärische Sicherung deutscher Wirtschaftsinteresse strikt ab.
Letzteres würde ich ebenfalls nicht begrüßen.

Das Ziel der Chartanalyse ist es, Trends zu identifizieren und Trendwenden frühzeitig aufzuspüren....
Der technischen Analyse (Chartanalyse) im Devisenhandel stehen zahlreiche leistungsstarke Instrument...