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EU will keinen Rohstoffstreit mit China

Vor wenigen Wochen hatte China wiederholt angekündigt, die Förderquoten der Seltenen Erden stärker zu drosseln und deren Exportmenge weiter zu senken. Damit hat China wieder mal seine weltweite Monopolstellung als Rohstoffexporteur für die Hightech Industrie genutzt und dem Westen noch einmal unübersehbar vor Augen geführt, wie angewiesen mittlerweile seine Schlüsselindustrien auf China sind. Das Ergebnis war - wie immer, wenn eine Rohstoffknappheit gefürchtet wird - ein enormer Preisanstieg. Nun sind Europas Politiker alarmiert und suchen fieberhaft nach Wegen, dieses Dilemma zu lösen. Ihre Ziele sind: Diese Anhängigkeit abbauen und den Zugang zu den begehrten Rohstoffen nachhaltig sichern.

Die Knacknuss der Aufgabe ist, dass die EU Politiker zwar den Konflikt mit China lösen wollen, allerdings ohne seine Regierung durch offene Kritik zu provozieren oder einen offenen Streit mit ihr heraufzubeschwören. Gefragt ist also ein diplomatisches Vorgehen. Der „Welt Online“ zufolge habe die EU Kommission in Brüssel am Mittwoch eine neu ausgearbeitete Rohstoffstrategie vorgelegt. Deren maßgebliches Ziel sei, durch politische Dialoge neue strategische Partnerschaften aufzubauen. Denn durch diese könnten Europas Hightech Unternehmen einen sicheren Zugang zu den für deren Produkte unverzichtbaren Seltenen Metallen dauerhaft erlangen, ohne Engpässe und Preisschocks zu fürchten.

Besagte Rohstoffstrategie der EU Kommission umfasse folgende drei Grundgedanken:

• Vor allem sollen neben China neue Rohstofflieferanten für Hightech Produkte hinzu gewonnen werden. Dazu gehören zum Beispiel Russland, Brasilien, Indien sowie die Demokratische Republik Kongo. Dabei sei insbesondere Investitionshilfe für Entwicklungsländer ein guter Ansatz. Nach dem Motto, was China schon lange praktiziert, kann auch Europa tun: Afrika ihre Unterstützung bei der Förderung bieten. Zu befolgen sei hier auch Chinas Beispiel: Langfristige bilaterale und multilaterale Handelsabkommen abschließen. Zugleich will die EU Chinas Ausfuhrbeschränkungen streng überwachen. Notfalls könne die EU Kommission dann die Welthandelsorganisation einschalten, was allerdings die Gefahr berge, dass China sich in die Enge getrieben fühlen könnte.

• Des Weiteren solle Europa den Abbau der eigenen Rohstoffe vorantreiben, wofür die Länder ihre zu langsamen und zu bürokratischen Genehmigungsverfahren schnellstens zu modernisieren hätten.

• Und zu guter Letzt fordern die EU Kommissare, die Recyclingraten der wertvollen Metalle kräftig zu erhöhen. Das würde die Nachfrage nach Rohstoffen, die Rohstoffpreise sowie den Energieverbrauch senken.

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