Seit Wochen erleben die arabischen Länder einen Wandel, der einerseits hoffen lässt, dass die Völkerproteste die Diktaturen stürzen und demokratische Kräfte aktivieren werden. Die andauernden Unruhen im Nahen Osten, insbesondere die Revolution in Libyen, die zu einem langjährigen Bürgerkrieg anzuschwellen droht, erschüttert andererseits erheblich die westliche Welt. Der bekannte Krisenmechanismus setzt sich in Gang: Die Kämpfe in Libyen, eines der wichtigsten Öllieferländer, können einen totalen Libyen-Ausfall nach sich ziehen. Die möglichen Engpässe in der Ölversorgung und die daraus resultierende Angst vor beachtlichen physischen Lieferunterbrechungen lassen die Ölpreise explodieren. Die Inflationsangst lässt die klassischen Krisenwährungen Gold und Silber profitieren: Aktuell sind beide Edelmetalle extrem teuer, Expertenmeinungen zufolge ist deren Preisrallye noch lange nicht zu Ende.
Der Goldpreis erklimmt seit Monaten einen Rekord nach dem anderen, um am Mittwoch die als psychologisch wichtig geltende Preismarke von 1400 Dollar je Feinunze zu überspringen und den Allzeithoch von 1438 Dollar zu erreichen. Eine Tendenz, die - was historische Goldpreis-Charts belegen - seit 10 Jahren anhält. Experten der Schweizer UBS zufolge sei ein Preis von 1500 Dollar denkbar.
Mit 34,90 Dollar je Feinunze erreichte auch der Silberpreis den höchsten Stand seit 1980. Laut Experten sei ein fallender Silberpreis bis 29 Dollar möglich, der zum Jahresende erneut auf 34 Dollar klettern könne.
Nach Beobachtungen von Analysten, bevorzugen Kleinanleger aus Europa und den USA das Silber als preiswertere Alternative zum Gold. Bei Großanlegern, die eher die an der Börse gehandelten Silberfonds und Goldfonds favorisieren, sei der Bedarf allerdings bereits vor der Kursexplosion gedeckt.
Während sich die Menschen im Westen noch für die kommende Inflation rüsten, sind die Asiaten bereits mittendrin. So kaufen vor allem Chinas und Indiens Anleger physisches Gold (Goldbarren und Goldmünzen), wie es Analysten der Commerzbank von der britischen Münzprägeanstalt erfahren haben wollen: Im 4. Quartal 2010 habe diese zwei mal mehr Gold und viermal mehr Silber zu Münzen verarbeitet als im 3. Quartal.
Das USA-Dilemma: Notenbankchef Bernanke warnt vor Inflation, die den Wirtschaftsaufschwung abbremst, die wegen der Inflation notwendige Zinserhöhung schadet der Konjunktur genauso. Bleiben die Zinsen so niedrig, steigt die Nachfrage nach Gold und Silber, um die Geltentwertung auszugleichen: Ihre Preise klettern weiter!

Das Ziel der Chartanalyse ist es, Trends zu identifizieren und Trendwenden frühzeitig aufzuspüren....
Der technischen Analyse (Chartanalyse) im Devisenhandel stehen zahlreiche leistungsstarke Instrument...